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Sitzung vor historischer Kulisse – CDU-Fraktion tagt im Kurfürstlichen Schloss

Lange hatte das Kurfürstliche Schloss als Verwaltungs- und Behördensitz ein Schattendasein geführt. Dabei ist der im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) befindliche Bau aus dem späten 18. Jahrhundert eines der Schmuckstücke der Stadt Koblenz. Erst durch die Bundesgartenschau des Jahres 2011 hat die ehemalige Residenz des letzten Trierer Kurfürsten eine bedeutende Aufwertung erfahren. Da das Schlossareal als Austragungsfläche vorgesehen war, war das Gebäude kernsaniert und der Garten nach historischem Vorbild neu angelegt worden.

Seither können die repräsentativen Räume des Mittelbaus durch die Öffentlichkeit genutzt werden. Die Stadt Koblenz hat das Schloss von der BImA gemietet und vermarktet beispielsweise den Kaiser-, Spiegel-, Lenné- oder Gartensaal über den Koblenz-Kongress. Verantwortlich hierfür ist seit September der neue Bereichsleiter Franz Hofman. Um sich von ihm aus erster Hand über die Situation rund um das Schloss zu informieren, hat sich die CDU-Stadtratsfraktion dort kürzlich eigens zu einer Sitzung getroffen. „Wie wir dabei erfahren haben, werden die Räumlichkeiten des Schlosses mit großem Erfolg für Feierlichkeiten und Empfänge, aber auch Seminare und Tagungen vermietet“, berichtet die Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Anne Schumann-Dreyer.

Steigende Nutzungszahlen belegen dies. Fanden 2016 noch 97 Veranstaltungen mit 27.045 Besuchern statt, wurden die Räume in diesem Jahr bereits 112mal gebucht und rund 31.000 Besucher verzeichnet. „Zur Sprache kamen aber auch bestehende Probleme und Missstände. So komme es Franz Hofmann zufolge im Bereich des Vorplatzes und des rheinseitig geöffneten Gartens immer wieder auch zu Vandalismus“, führt Schumann-Dreyer weiter aus. Regelmäßige Verschmutzungen und Beschädigungen, beispielsweise durch Graffiti-Schmierereien, seien ein großes Ärgernis. Das Fehlen von öffentlichen Toiletten im Außenbereich habe zudem unschöne Verunreinigungen zur Folge. Auch sei die Instandhaltung von Schloss und Gartenareal aufwendig. Das Abblättern der Farbe an den Säulen und die Feuchtigkeit in den Sockeln der Arkaden erforderten eine Generalsanierung, die jedoch in die Zuständigkeit der BImA falle. Für 2019 sei ferner im Gartensaal und in dessen Foyer eine Bodensanierung beabsichtigt. Die Innen- und Außentüren erhielten neue Dichtungen und würden neu justiert.

Aufgrund der ab 2019 geltenden Mietpreisordnung, welche auch Vereinstarife vorsehe, erwarte Hofman eine Zunahme der Buchungen durch Traditions- und Karnevalsvereine. Vermehrt rechne er auch mit Mietern aus dem Businessbereich sowie mit gehobenen Veranstaltungen, wie beispielsweise Dinner-Abenden und Cocktail-Bällen. Ebenso seien neue Projekte, wie Veranstaltungen zum Thema Genuss, oder Weihnachten im Schloss, angedacht. „Aus Sicht der CDU-Fraktion ist es sehr erfreulich, dass das lange Zeit brachliegende Potential des Schlosses inzwischen so erfolgreich genutzt wird“, zieht Anne Schumann-Dreyer ein abschließendes Fazit.